Wie viele (begonnene) Manuskripte schlummern auf deiner Festplatte? Und wie viele Versionen gibt es von den einzelnen Geschichten?
Ich gebe zu, ich habe längst nicht alle gezählt. Vermutlich ist es gerade mal ein Bruchteil von den Geschichten, die sich auf unterschiedlichen Computern und externen Festplatten befinden. Aber was ich gefunden habe, hat mich trotzdem ziemlich … sagen wir mal, überrascht: Von einer Geschichte habe ich ganze 12 verschiedene Versionen gefunden. ZWÖLF. Und das nur in einem einzigen Ordner in meiner Cloud. Wer weiß, wie viele noch an anderen Orten schlummern?
Der Fund hat viele Fragen in mir ausgelöst, die du dir vielleicht auch schon mal gestellt hast: Schreibe ich eigentlich nur für die Schublade? Was mache ich jetzt mit der Geschichte? Eine weitere Version davon schreiben? Eine Version überarbeiten? Wenn ja, welche davon? Und ist es die Geschichte überhaupt wert?
Inhaltsverzeichnis
Der Wert einer Geschichte
Eine Geschichte zu schreiben kostet Zeit. Viel Zeit. Manchmal sogar sehr, sehr viel Zeit. Macht es also Sinn, so viel davon in eine davon zu investieren?
Ganz so einfach lässt sich diese Frage tatsächlich nicht beantworten. Natürlich könnte ich jetzt einfach »Aber sowas von!« schreiben, aber das wäre gelogen. Denn auch, wenn ich Geschichten liebe, gibt es nun mal manche, die es wert sind, geschrieben zu werden, und manche, die es nicht wert sind.
Was davon auf deine Geschichte zutrifft, entscheide aber nicht ich oder irgendein Verleger. Ja, noch nicht mal irgendwelche Leser:innen. Es ist deine Zeit, also musst du entscheiden, ob sie es wert ist, geschrieben zu werden.
Das Ziel im Blick
Welches Ziel hast du mit dem Schreiben deiner Geschichte verfolgt? Einfach nur die Geschichte zu schreiben? Sie mit Freund:innen zu teilen? Wolltest du die Geschichte selbst veröffentlichen oder war da der Traum vom Verlagsvertrag?
Ganz ehrlich? Bei dieser einen Geschichte hatte ich diesen (vielleicht etwas naiven) Traum. Zumindest, als ich die erste Version geschrieben habe. Da war ich noch deutlich jünger und hatte deutlich weniger Ahnung vom Schreiben als heute. (Ja, auch Lektorinnen haben irgendwann mal klein angefangen.)
Beim Lesen der ein oder anderen Version hätte ich am liebsten in die Tastatur gebissen, so viele Anfängerfehler habe ich in den Manuskripten gefunden. Aber Vergangenheits-Chris wusste es damals nun mal einfach nicht besser.
Und darum habe ich mir jetzt ein neues Ziel für die Geschichte gesetzt: Die Geschichte nochmal in gut schreiben. Nicht, um Vergangenheits-Chris im Anschluss ihren Traum vom Vertrag bei einem großen Publikumsverlag zu verwirklichen. Sondern erstmal nur für mich. Was ich mit dem fertigen Manuskript am Ende machen werde, werde ich entscheiden, wenn es soweit ist.
Eine dumme Idee am Sonntagmorgen
Während ich diesen Newsletter tippe, ist es gerade morgens, halb 10, an einem Sonntag. Statt Knoppers zu essen, tue ich gerade etwas ziemlich Dummes: Ich erzähle dir von meinem Ziel. Eine wirklich, wirklich dumme Idee. Zumindest theoretisch. Denn mein Ziel mit dir zu teilen, baut für mich Druck auf. Ich habe dir davon erzählt, also muss ich jetzt auch etwas tun. Und das, nachdem ich die Geschichte jahrelang habe ruhen lassen.
Aber vielleicht ist es genau dieser Druck, den ich gerade brauche, um ENDLICH in die Puschen zu kommen. Und weil es immer noch schlimmer geht, will ich dich auf meinem Blog auch weiterhin auf dem Laufenden halten. Und nicht nur hier, sondern auch in meinem Newsletter. (Ich muss wirklich wahnsinnig geworden sein!)
Mach doch einfach mit
Sicherlich hast du auch ein begonnenes Manuskript in einem Ordner. Mit hoher Wahrscheinlichkeit auch mehr als eins. Wie wäre es, wenn du meine Mails zu Projekt »Unsterbliche Flamme« (ja, diesen nichtssagenden Arbeitstitel habe ich mir gerade für Newsletter und Blog ausgedacht) als Motivation nutzen würdest, um endlich deine Geschichte (weiter) zu schreiben?
Du kannst unter den jeweiligen Blogartikeln kommentieren, wie weit du gekommen bist, oder auf dem Drachenhort-Discord-Server schreiben. Dort kannst du im Kanal »Projekt-vorstellen« einen Thread für dein Projekt eröffnen und alle auf dem Laufenden halten, wie weit du gerade bist. Quasi wie ein Mini-Blog.