Mittlerweile war mein Punsch genug abgekühlt, um ihn zu trinken. Obwohl er bereits süß gerochen hatte, hatte ich nicht damit gerechnet, dass er dermaßen süß schmecken würde. Ich riss mich zusammen, um das Gesicht nicht zu verziehen.
„Wasch dir die Hände, Elisa. Du hast schließlich eine Katze angefasst. Und dann hilfst du Emil weiter beim Ausstechen“, kommandierte Henry.
Diesen Ton kannte ich von Henry noch überhaupt nicht. Andererseits war ich ihre Arbeitgeberin. Natürlich redete sie mit mir nicht auf diese Art und Weise. Wenigstens kannte ich jetzt die Namen der beiden Kinder.
„Ach, Cora, mir ist aufgefallen, dass im Kühlschrank nach Wochen noch immer die gleiche Flasche Wein steht. Darf ich sie für einen Kuchen benutzen?“, fragte Henry wieder mit ihrem gewohnten freundlichen Ton.
„Wein?“ Ich sah sie verwirrt an. Dann stand ich auf und öffnete den Kühlschrank. Es wäre mir neu, dass ich eine offene Flasche Wein im Kühlschrank hätte stehen lassen. Ich trank auf der Erde immerhin kaum Wein. Erst als ich die Weinflasche sah, begriff ich, was sie gemeint hatte. Den Göttern sei Dank hatte sie den Inhalt nicht einfach zum Kochen verwendet.
„Nein, ich trink ihn noch. Ist ein ziemlich teurer Tropfen. Zum Backen ist der zu schade“, behauptete ich. Ich konnte ihr ja schlecht sagen, dass das darin kein Wein, sondern Blut war.