Ich lachte auf, bevor ich es verhindern konnte. Henry sah mich irritiert an und ich fing mich wieder.
„Ich kann mich nicht einmal mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal in einer Kirche war“, antwortete ich, um mein Gelächter irgendwie zu erklären.
„Das heißt, Sie und Ihr Mann sind überhaupt nicht kirchlich verheiratet?“, fragte sie und sah mich mit großen Augen an. Was zum Dämon hatte mich eigentlich nochmal dazu bewegt, ein Haus im katholischen Bayern zu kaufen? Vermutlich, weil es abseits gelegen war und zu dem Zeitpunkt des Kaufs so gut wie ganz Deutschland christlich gewesen war.
„Nein“, antwortete ich wahrheitsgemäß. Wir waren überhaupt nicht verheiratet. Wir waren ja noch nicht mal ein Paar! Warum musste alles so kompliziert sein?
„Na, das können Sie ja irgendwann noch nachholen“, entschied sie dann. „Wir haben Punsch gemacht, wollen Sie eine Tasse?“
„Gerne!“, rief ich. Endlich ein Lichtblick.
„Er ist aber, der Kinder wegen, alkoholfrei“, entschuldigte sie und ich nickte.
„Macht nichts“, versicherte ich ihr. Machte wirklich nichts. Alkohol hatte leider keine Wirkung auf mich. Sonst hätte ich mir den ganzen Wahnsinn hier erträglich gesoffen.