Ich ließ mich auf einen der Stühle sinken. Wo war ich da nur reingeraten? Auf dem Küchentisch stand ein Kranz aus Tannenzweigen, auf den vier dicke rote Kerzen gesteckt worden waren. Ein Adventskranz. Das auch noch. Ich hörte mehr, als das ich sah, wie die Kinder mit dem Ausstechen der Plätzchen begannen. Henry trat auf mich zu.
„Ist mit Ihnen alles in Ordnung, Cora?“, fragte sie besorgt und setzte sich neben mich.
Ich wog ab, ob ich ihr wirklich sagen sollte, dass ich keine Christin war und kein Weihnachten feierte. Dass es ihren Gott nicht gab und ihr Glaube auf einer Verfehlung einer meiner ehemaligen Kameraden zurückging, konnte ich ihr schließlich definitiv nicht sagen.
„Ich habe es nicht so mit der christlichen Kirche“, sagte ich also und sah sie erst jetzt an.
„Oh“, kam es von ihr und für einen Moment wirkte sie betroffen. Dann lächelte sie. „Aber das macht doch nichts. Weihnachten ist das Fest der Liebe. Egal ob Sie nun jeden Sonntag in die Kirche gehen oder nicht.“