Leider tat mir kein Dämon diesen Gefallen. Ich ignorierte Emil also und griff zurück auf meinen vorherigen Plan. „Wir könnten den Küchentisch zum Baum tragen und darauf die Leiter stellen“, schlug ich vor.
„Und wenn die Leiter wegrutscht?“ Henry schüttelte den Kopf.
„Die Kinder können sie doch festhalten“, meinte ich achselzuckend. „Oder wir machen für heute einfach Schluss.“ Letzteres würde ich mehr als bevorzugen.
„Wir können nicht gehen, solange der Baum noch nicht fertig ist!“, widersprach Elisa sofort und wanderte damit ebenfalls auf die Liste der Kinder, die ich vor einen Dämon schubsen würde. Oder vor ein Auto. Doch beides würde sich vermutlich nicht hierher verirren. Für Autos lag das Haus zu weit abseits. Und Dämonen hatten angefangen, es zu meiden. Sie wussten mittlerweile, dass sie sich hier nichts anderes als den Tod holen würden.
„Ich glaube, Cora hat recht. Es wird langsam spät und ihr beide müsst nach Hause. Und morgen organisiere ich einfach eine größere Leiter.“ Henry nickte noch einmal zur Bekräftigung, dann schickte sie ihre Enkel zum Anziehen. Doch bevor sie ihnen folgte, fegte sie die noch immer am Boden liegenden Scherben zusammen.
Ich brachte sie zur Tür, winkte noch freundlich und verzog mich dann in die Küche. Ich füllte mir den Rest des Kinderpunschs in eine Tasse und nahm mir dann die Weinflasche aus dem Kühlschrank. Ich füllte die noch halbleere Tasse bis oben mit dem Blut auf und stellte sie dann zurück. Es würde vermutlich nicht ausreichen, um mich komplett abzuschießen. Aber es würde mir den Weihnachtswahnsinn erträglicher machen.