Während die Kinder zusammen mit Henry das nächste Blech in den Ofen schoben, verließ ich die Küche und zückte mein Handy. Es dauerte auch nicht lange, bis Laserian abhob.
„Coralldina!“, rief er erfreut. „Ich hatte nicht damit gerechnet, dass du dieses Jahr nochmal nach Hause kommst.“
„Hey, Lars“, sprach ich ihn vorsichtshalber mit seinem selbstgewählten Spitznamen an, „wie kommt es, dass du Henriett 1.000 Euro für Weihnachtsdekoration zur Verfügung gestellt hast?“ Es war nicht so, dass das für mich viel Geld war. Ich kannte mich mit meinen Finanzen nicht sonderlich gut aus, doch ich wusste, dass diese Summe aus der Sicht meiner Konten lediglich Peanuts entsprach.
„Ach, sie hat ständig angerufen, ob sie dieses und jenes besorgen dürfte. Irgendwann habe ich ihr gesagt, solange die Deko für Weihnachten unter 1.000 Euro bleibt, kann sie kaufen, was sie will“, erklärte er.
„Für ein Fest, dass ich nicht mal feiere“, knurrte ich.
„Ich dachte, der Kram wäre längst verräumt, bis du wieder kommst! Woher hätte ich ahnen sollen, dass du zu dieser Jahreszeit heimkommst?“, verteidigte er sich und ich seufzte. Ich wollte nicht mit ihm streiten. Sollte ich auch nicht.
„Ist jetzt eh egal. Zu Ostern gibst du ihr nur einen Fünfziger, klar?“